Arizer Solo Vaporizer Test

Arizer Solo VaporizerDer in Schwarz und Silber erhältliche Solo Vaporizer wird von Arizer hergestellt. Es handelt sich dabei um ein in Kanada sitzendes Unternehmen, welches auch für den beliebten Tisch-Vaporizer Extreme-Q verantwortlich ist. Zwar gibt es mittlerweile mit dem Arizer Air ein Nachfolgemodell des Solo Verdampfers aber in manchen Fällen ist es nicht unbedingt nötig mehr Geld für den Air auszugeben, da die Performance bei beiden Vaporizer-Modellen so ziemlich gleich ausfällt.

Im Vergleich mit den neuesten Verdampfern auf dem Markt, wirkt der Solo ein wenig klumpig. Zwar ist er mit einer Höhe von 11 cm nicht übermäßig groß aber dafür mit 4,5 cm relativ breit, so dass man ihn nicht so locker in jede Hosentasche stecken und überall mitführen kann. Dazu kommt ein Gewicht von stolzen 235 Gramm. Das Design ist nicht wirklich modern, wenn man etwa einen Vergleich mit dem Pax 2, Air oder Crafty Vaporizer zieht.

Wenn bei der Auswahl eines portablen Vaporizers ein aromatischer und dichter Dampf sowie eine einfache Bedienung die wichtigsten Kriterien sind, kann man mit dem Arizer Solo nicht wirklich etwas falsch machen. Im Folgenden möchten wir aufzeigen, mit welchen Features der Solo aufwarten kann und mit welchen negativen Eigenschaften man leben muss.

Pro Contra
solide Verarbeitung relativ schwer
gute Dampfqualität keine USB-Schnittstelle
geringer Reinigungsaufwand fragile Glasteile
einfache Bedienung
ausdauernder Akku
moderater Kaufpreis

Arizer Solo – Dampfqualität und Bedienung

Arizer Solo - Bild 2Die Dampfqualität ist das Highlight des Solo Verdampfers. In der Preisklasse in der er sich befindet, geht es kaum besser. Der Hauptgrund dafür liegt in dem Umstand, dass hier mit einem Keramik-Heizelement und einem Glasrohr gearbeitet wir. Der Dampf kommt zu keiner Zeit mit Plastik oder ähnlichen Materialien in Berührung und behält sein ursprüngliches Aroma. Konkret funktioniert es so, dass ein mit dem Kraut gefülltes Glasrohr in eine Heizkammer gesteckt wird. Zieht man am Glasrohr, wird die Luft von außen durch oben am Gerät befindliche, kleine Öffnungen durch das Heizelement hindurch gezogen, so dass es mit der eingestellten Temperatur die Kräuter, bzw. Öle oder Harze die sich im Kopf des Glasrohrs befinden, durchströmt. Das Ergebnis ist ein dichter Dampf mit einem unverfälschten, reinen Geschmack.

Die Bedienung des Vaporizers ist zwar nicht ganz so modern, wie etwa beim Mighty, welcher mit einer App gesteuert werden kann und ein digitales Display besitzt, aber die zwei Funktionstasten und sieben LED Leuchten reichen aus, um eine leichtes Handling zu ermöglichen. Der Vaporizer wird eingeschaltet, indem die beiden Tasten gleichzeitig gedrückt werden. Danach wird die gewünschte Temperatur gewählt, wobei sieben Einstellungen von 50°C – 210°C möglich sind. Die Tasten dienen aber nicht nur dem Ein- und Ausschalten des Vaporizers, sondern können auch dazu genutzt werden ein akustisches Signal zu aktivieren, bzw. deaktivieren, welches zu erkennen gibt, wenn das Gerät sich ein- bzw. ausschaltet. Eine automatische Ausschaltung erfolgt nach zwölf Minuten.

Batterie und Verarbeitung

Der Hersteller gibt zwar an, dass es mit einem voll aufgeladenen Akku möglich ist bis zu vier Stunden zu dampfen aber im Alltagsgebrauch sind es dann doch eher bis zu zwei Stunden, abhängig davon, welche Temperatureinstellung gewählt wurde. Bei einer niedrig eingestellten Temperatur hält der Akku logischerweise länger als bei einer hohen Einstellung. Wenn man einen Vergleich zu anderen Vaporizer im selben Preissegment zieht, kann man mit der Akku-Ausdauer zufrieden sein.

Leider steht keine USB-Schnittstelle zum Aufladen des Akkus zur Verfügung. Eine Aufladung kann also nur in Verbindung mit einer Steckdose erfolgen und nicht mit Hilfe einer USB-Powerbank, so wie es bei neueren Konkurrenz-Produkten der Fall ist.

Der Hersteller Arizer ist für eine gute Verarbeitung seiner Produkte bekannt und der Solo ist keine Ausnahme. Er fühlt sich sehr solide an, besitzt ein Gehäuse aus Aluminium und macht den Eindruck, dass er viele Jahre zuverlässig seinen Dienst verrichten wird.

Arizer Solo – Reinigung und Wartungsaufwand

Bei mobilen Vaporizern ist der Reinigungsaufwand ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Manche Vaporizer funktionieren wunderbar, müssen aber relativ oft gereinigt werden. Dazu kommt, dass die Reinigung sich bei einigen Modellen nicht sonderlich einfach gestaltet.

Beim Arizer Solo ist der Reinigungs- und Wartungsaufwand minimal, was hauptsächlich daran liegt, dass eine Verdampfung ausschließlich im Glasrohr stattfindet. Zwar bilden sich im Glasrohr je nach Häufigkeit seines Gebrauchs relativ schnell Pflanzenrückstände aber eine nahezu vollständige Reinigung ist möglich, indem man das Rohr einfach mit in die Spülmaschine gibt. Ansonsten kann man es auch einfach in Alkohol „baden“, was ebenfalls dazu führt, dass die Pflanzenrückstände fast gänzlich vom Glas gelöst werden. Der Beim Vaporizer selber muss lediglich die Heizkammer ab und zu mit einem Wattestab und etwas Alkohol gereinigt werden.

Video – Arizer Solo Unboxing

Lieferumfang

  • Arizer Solo Vaporizer (schwarz oder silber)
  • Micro Heater mit Lithium Akku
  • Ein gerades Mundstück aus Glas
  • Ein gebogenes Mundstück aus Glas
  • Potpourri-Kopf aus Glas
  • Netzteil mit DE Stecker
  • Deutsche Anleitung

(Der Lieferumfang kann je nach Anbieter variieren)

Unsere Bewertung
  • 8/10
    Dampfqualität - 8/10
  • 7/10
    Portabilität - 7/10
  • 10/10
    Bedienung - 10/10
  • 8/10
    Design - 8/10
  • 9/10
    Verarbeitung - 9/10
  • 9/10
    Preis-Leistungs-Verhältnis - 9/10
8.5/10

Fazit:

Der Arizer Solo ist für Vaporizer-Verhältnisse schon relativ lange auf dem Markt aber immer noch ein nicht zu unterschätzender Spieler. Er sieht vielleicht nicht so modern aus wie ein Pax 2 oder Crafty und besitzt keine einfach austauschbare Batterie. Aber er bietet für seinen Kaufpreis eine fantastische Dampfqualität, ist hervorragend verarbeitet und lässt sich spielend leicht reinigen. Für den mobilen Hausgebrauch ist Solo eine ausgezeichnete Wahl.