Der Smono 4 Vaporizer im Test

Smono 4 Vaporizer

Der Smono 4 ist ein relativ günstiger Vaporizer. Und das vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um einen reinen Konvektionsverdampfer handelt. Kurz zur Erklärung: Bei Vaporizern, die mit der Konvektion arbeiten, wird nicht wie bei der Konduktion die Kräuterkammer erhitzt, sondern die Luft. Diese durchströmt dann mit der eingestellten Temperatur die Kräuter und verlässt mit den Kräuterwirkstoffen angereichert das Mundstück. Normalerweise sind es eher die Premium-Verdampfer, die mit dieser Technologie arbeiten und der Smono 4 kostet in den meisten Shops nicht einmal 60 Euro. Ganz normal also, dass man als potenzieller Käufer zunächst skeptisch ist. Aber ist die Skepsis gerechtfertigt oder handelt es sich einfach nur um ein richtiges Schnäppchen? Dieser Frage sind wir nachgegangen und haben den Smono 4 für euch getestet.

Pro Contra
sehr günstiger Preis Mundstück-Sieb verstopft schnell
ordentliche Dampfqualität Mundstück kann heiß werden
einfache Bedienung  
schickes Design  
schnelle Aufheizung  
erstklassige Materialien  
OLED-Display  

Smono 4 – erster Eindruck

Der erste Eindruck des Smono 4 fällt positiv aus. Das Gerät macht einen wirklich hochwertigen Eindruck. Man würde in der Preisklasse, in der sich der kleine Verdampfer befindet, eher ein Plastikgehäuse vermuten. Aber tatsächlich ist es ein metallisches Gehäuse und auch an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil sogar, für den geforderten Kaufpreis scheint die Verarbeitung geradezu erstklassig.

Mobilität und Bedienung

Der Smono 4 ist äußerst klein. Um genau zu sein hat der kleine mobile Verdampfer die Maße 5,5 cm x 2,6 cm x 11,8 cm. Man kann ihn also locker in die Hosentasche stecken und überall hin mitführen. Allerdings muss das aus Glas bestehende Mundstück separat verstaut werden. Würde man es nämlich auf dem Gerät belassen, wenn man dieses in die Hosentasche steckt, würde es vermutlich abfallen und könnte einen Schaden davontragen. Aufgrund der gläsernen Beschaffenheit ergibt es Sinn, das Mundstück gut geschützt zu verstauen. Hier hätte ich mir eine praktische Lösung gewünscht. Beim Crafty+ Vaporizer, welcher ähnlich arbeitet, funktioniert es schließlich auch. Aber der Smono kostet nun mal ein Bruchteil des Craftys und somit kann man an dieser Stelle ruhig ein Auge zudrücken.

Um den Smono 4 bedienen zu können, ist es nicht unbedingt notwendig die kleine, im Lieferumfang enthaltene Gebrauchsanweisung zu lesen. Denn einfacher kann es kaum sein, einen Vaporizer zu bedienen. Um ihn einzuschalten, muss der einzig vorhandene Knopf einfach schnell fünfmal hintereinander gerückt werden. Nachdem sich der Verdampfer eingeschaltet hat, erscheint zunächst der Schriftzug „Smono“ auf dem oben angebrachten, kleinen OLED-Display. Kurz darauf ist der Akkustand, die eingestellte Temperatur und die tatsächliche Temperatur zu erkennen. Es fällt auf, wie rasend schnell die Temperatur sich erhöht – viel schneller, als es beispielsweise beim Crafty+ und vielen anderen hochpreisigen Vaporizern der Fall ist. Die Höchsttemperatur ist in unter 30 Sekunden erreicht!

Voreingestellt waren beim Testmodell 170 Grad. Einstellen lässt sich die Temperatur in Zehnerschritten von 160 bis 230 Grad. Dazu muss einfach der Bedienknopf lange gedrückt werden und schon erhöht sich die Temperatur. Wenn sie bei 230 Grad angelangt ist, geht es danach wieder bei 160 Grad los. Das war es auch schon mit der Bedienung. Weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht, sind aber auch nicht nötig!

Wie ist der Luftdurchzug beim Smono 4?

Für nicht wenige Hobby-Dampfer spielt der Durchzug bei einem Vaporizer eine große Rolle. Bei Konduktionsverdampfern kennt man es, dass der Durchzug oft eher eingeschränkt ist. Das muss auch sein, da ein zu schneller Durchzug die Temperatur in der Kräuterkammer senken würde. Beim Smono 4 lässt sich der Durchzug unten auf dem Boden des Geräts mittels eines kleinen, drehbaren Plastikteils einstellen. Bei einem schnellen Durchzug ist der Dampf etwas schwächer und bei einem eingeschränkten Durchzug ein wenig intensiver. Hier muss jeder selber herausfinden, was ihm order ihr mehr liegt. Praktischer wäre sicherlich eine seitlich angebrachte Möglichkeit der Luftzugregulierung gewesen, da man dann den Vaporizer nicht zum Einstellen umdrehen müsste. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Nochmals: Der Vaporizer kostet weniger als 60 Euro, da kann man ihm so einiges verzeihen!

Smono 4 – Akku aufladen via USB

Der Smono 4 besitzt einen intern verbauten Akku. So ist es nicht möglich, ihn mal eben auszutauschen, um für frische Energie zu sorgen. Aber immerhin lässt sich der Verdampfer via USB aufladen. Das heißt, wenn man unterwegs den Akku aufladen möchte, kann dies mit einer Powerbank geschehen. Es dauert etwa 90 Minuten, bis der Akku bis zum Anschlag aufgeladen ist. Die Akkulaufzeit geht in Ordnung. Sie ist nicht spektakulär aber auch nicht auffallend gering. Eine automatische Abschaltung sorgt dafür, dass der Akku bei Nichtgebrauch des Vaporizers nicht unnötig belastet wird.

Kräuterkammer und Dampfqualität

Die Kräuterkammer des Smonos besteht aus Keramik. Dieses Material ist bekannt dafür, den Geschmack der Kräuter nicht zu verfälschen. Die Größe der Kräuterkammer ist völlig ausreichend, um dort genügend Kräuter für eine lustige Session hineinzugeben. Abgeschlossen wird die Kräuterkammer durch das aufsteckbare Mundstück.

Bei der Dampfqualität waren wir vor dem Test eher skeptisch. Denn irgend einen Haken muss es ja bei einem gut verarbeiteten und gleichzeitig günstigen Konvektionsvaporizer geben. Aber die Skepsis war unbegründet. Tatsächlich ist die Dampfqualität gut! Sie ist nicht so gut wie etwa beim Crafty oder Mighty, aber viel besser als man es bei dem Preis vermuten würde. Allerdings muss man hier die Temperatur höher einstellen als bei einigen anderen mobilen Verdampfern, um ähnlich dichte Dampfwolken erzeugen zu können. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil beim Dampfen aber saugt natürlich schneller Energie aus dem Akku.

Welche Nachteile hat der Smono 4 Vaporizer?

Die Nachteile halten sich beim Smono 4 in engen Grenzen, aber es gibt sie. Hier sei als Erstes das relativ kleine Sieb am unteren Teil des Mundstücks genannt. Hier setzen sich relativ schnell Kräuter fest und diese lassen sich nicht so einfach mit dem Fingernagel abkratzen. Glücklicherweise ist im Lieferumfang eine kleine Bürste enthalten, dank der man das Sieb schnell wieder säubern kann. Dennoch dürfte es den ein oder anderen Dampfer nerven, dies nach jeder Session tun zu müssen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass das untere Ende des Mundstücks recht heiß werden kann. So muss man aufpassen, die Lippen beim Ziehen am Mundstück nicht zu tief anzusetzen. Aber daran kann man sich schnell gewöhnen, sodass man nicht wirklich von einem großen Nachteil sprechen kann. Außerdem wird das Mundstück niemals so heiß, wie es beispielsweise beim Grashopper Vaporizer der Fall ist. Wer den Grashopper schon einmal getestet hat, weiß was gemeint ist.

Lieferumfang

  • Smono 4 Vaporizer
  • USB-Kabel
  • Reinigungsbürste
  • Pinzette
  • Ölkapsel
  • Siebe
  • Füllwerkzeug
  • deutschsprachige Anleitung
Unsere Bewertung
  • 9/10
    Dampfqualität - 9/10
  • 8.8/10
    Portabilität - 8.8/10
  • 9.3/10
    Bedienung - 9.3/10
  • 9.3/10
    Design - 9.3/10
  • 9.3/10
    Verarbeitung - 9.3/10
  • 10/10
    Preis-Leistungs-Verhältnis - 10/10
9.3/10

Fazit

Der Smono 4 ist ein Vaporizer, den man guten Gewissens empfehlen kann. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nahezu unschlagbar und die Dampfqualität kann sich sehen, bzw. schmecken lassen. Diese ist zwar nicht so gut wie beim Crafty oder Mighty, aber der Vaporizer erledigt seinen Job und kann für angenehme Sessions sorgen. In Anbetracht des Kaufpreises sind bei der 4er-Version des Smono vor allem die Materialauswahl, die Konvektionstechnologie und die schnelle Aufheizzeit beeindruckend.

Bei all dem Lob mochten wir euch aber doch eher zum Smono 4 Pro raten. Warum? Er hat einen größeren Akku, lässt sich Grad-genau einstellen und heizt noch schneller auf. Und das alles bei einem Kaufpreis, der nur geringfügig höher ist als beim Vorgängermodell.

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